Abschluss einer Berufsunfähigkeitsrente
In Deutschland werden jedes Jahr mehrere Tausend Menschen berufsunfähig. Der Grund hierfür kann ein Unfall, aber auch eine Erkrankung der Gelenke, des Herzens oder der Psyche sein. Mittlerweile müssen 25% aller Erwerbstätiger ihren Beruf vorzeitig aufgeben.
In Fällen der Berufsunfähigkeit tritt bei Arbeitnehmern die gesetzliche Rentenversicherung ein und bezahlt eine Erwerbsminderungsrente, sofern die Arbeitskraft nicht mehr für mehr als sechs Stunden ausreicht. Die halbe Erwerbsminderungsrente wird bezahlt, sofern der Betroffene noch zwischen drei und sechs Stunden arbeiten kann. In jedem Fall sind diese Leistungen jedoch kaum ausreichend, den Lebensunterhalt zu bestreiten. Selbstständige und Freiberufler erhalten im Fall einer Berufsunfähigkeit keinerlei Leistungen.
Es ist daher notwendig, dass jeder Mensch, der noch aktiv im Berufsleben steht, eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt. Tritt der Versicherungsfall ein und wurde die Berufsunfähigkeit von einem Arzt bestätigt, bezahlt diese Versicherung eine vorher fest vereinbarte monatliche Rente aus. Diese Rente, deren Höhe bei Vertragsabschluss frei gewählt werden kann, sichert dann den Lebensunterhalt sowie die Bezahlung etwaiger Kreditraten. Die Höhe der monatlichen Berufsunfähigkeitsrente sollte daher nicht zu knapp bemessen sein.
Beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsrente müssen Interessenten einige Dinge beachten. So ist es beispielsweise wichtig, dass die Versicherung auf ihre Verweisbarkeit verzichtet. Dies bedeutet, dass die Berufsunfähigkeit auch dann akzeptiert wird, wenn die Arbeit in einem branchenfremden Beruf (wenn also ein Dachdecker noch als Berater im Baumarkt arbeiten kann) möglich ist. Auch sollte die Versicherung die freie Arztwahl akzeptieren und die Leistungen möglichst kurzfristig bezahlen.
In jedem Versicherungsantrag werden zudem Gesundheitsfragen gestellt, die den aktuellen Gesundheitszustand des Antragstellers beurteilen sollen, gestellt. Auch die Frage, ob der Antragsteller Raucher ist, muss beantwortet werden. Wichtig ist hier die wahrheitsgemäße Beantwortung, denn andernfalls riskiert man den Versicherungsschutz.
Welche Preise und Bedingungen die Versicherung bietet, kann in einem Versicherungsvergleich hinterfragt werden.
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