Sparguthaben, Zahlungsverkehr, Wertpapiere
Auf Konten werden ausschließlich Geldwerte verwaltet, ein Depot dient dagegen zur Aufbewahrung von Wertpapieren unterschiedlichster Ausstattung.
Für den alltäglichen Überweisungsverkehr braucht jeder Verbraucher ein Girokonto, dessen Gutschriften in der Regel gering oder gar nicht verzinst werden. Für ein Girokonto kann von der Hausbank ein Kreditrahmen in bestimmter Höhe eingeräumt werden, für den bei Inanspruchnahme Kreditzinsen vom Kontoinhaber zu zahlen sind. Der Geldverkehr auf einem Girokonto wird von Überweisungen, Barabhebungen über die Kasse oder einen Geldautomaten, Daueraufträge oder Einzugsermächtigungen bestimmt. Viele Kreditinstitute gewähren die üblichen Girokonto-Konditionen nur unter der Voraussetzung, dass das Konto einen regelmäßigen Zahlungseingang in bestimmter Höhe aufweist. Die Einrichtung eines Girokontos ist oft die Voraussetzung für die Ausgabe einer Kreditkarte.
Ein Tagesgeldkonto ermöglicht ebenfalls einen flexiblen Geldverkehr und weist häufig eine höhere Verzinsung der Einlagen auf. Der Zinssatz kann jedoch vom Geldinstitut kurzfristig in beide Richtungen verändert werden. Überweisungen vom Tagesgeldkonto können nur auf ein anderes Konto des Kontoinhaber erfolgen – für den alltäglichen Überweisungsverkehr ist das Tagesgeldkonto nicht eingerichtet. Zweck ist das flexible vorübergehende Parken einer Anlagesumme zu vorteilhaften Konditionen.
Klassische Sparkonten können mit unterschiedlicher Anlagedauer des eingezahlten Geldes eingerichtet werden. Die Verzinsung richtet sich nach der Kündigungsfrist oder nach der Anlagedauer. Aufgabe eines Sparkontos ist die sichere längerfristige Anlage von Geldbeträgen.
Zahlreiche Kreditinstitute ermöglichen ihren Kunden die Einrichtung von Fremdwährungskonten, beispielsweise in US-Dollar oder Schweizer Franken. Ein Fremdwährungskonto hat eine Funktion zur Gutschrift von Aktiendividenden, die in der entsprechenden Währung ausgegeben werden. Es eignet sich nicht zuletzt für Kleinanleger gut zur längerfristigen Spekulation mit Devisen.
Ein Depot dient zur Verwaltung von Aktien oder Fondsanteilen und verwaltet Anleihen und sonstige Wertpapiere. Häufig ist ein Depot gebührenpflichtig und wird nur in Verbindung mit einem Bezugs- oder Verrechnungskonto eingerichtet.
Informationen zu Konten und Depots
Die größten Banken in Deutschland
Die größten Banken in Deutschland lassen sich in drei Sektoren unterteilen, die weiter untergliedert werden können. Zum einem handelt es sich dabei um private Geschäftsbanken, die von der Deutschen Bank, der Commerzbank und der Dresdner Bank angeführt werden. Deren Hauptaugenmerk ist auf die Betreuung der Industrie und des Mittelstandes gelegt. Weiterhin gibt es kleinere Privatbanken, die sich auf die Beratung von vermögenden Kunden spezialisiert haben. Die bekanntesten Bankhäuser sind dabei die Berenberg Bank und die Fürst Fugger Privatbank.
Die öffentlichlich-rechtlichen Kreditinstitute sind ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil der größten Banken in Deutschland. Angeführt wird der Sektor von der Landesbanken, die jedoch größtenteils kein Retailgeschäft anbieten. Die KfW-Bankengruppe zählt ebenfalls zu den öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten. Über 500 Sparkassen in Deutschland verwalten den größten Kundenstamm an privaten Klienten. Die Sparkassen sind der Mittelstandsfinanzier Nr. 1 in Deutschland mit einem Marktanteil von 42 Prozent. Die Gewinne der Sparkassen werden nicht an die Eigentümer ausgeschüttet, sondern für das Gemeinwohl eingesetzt.
Das größte Filialnetz im deutschen Banksektor können die Genossenschaftsbanken vorweisen. Insgesamt gibt es in der Bundesrepublik ca. 1250 Volks- und Raiffeisenbanken, die sich die Förderung, Beratung und Unterstützung ihrer Mitglieder auf die Fahnen geschrieben haben.
Die größten Banken in Deutschland zählen weltweit zu den bilanzstärksten Finanzunternehmen. Statistisch angeführt werden die Finanzinstitute von der Deutschen Bank, der Commerzbank und der Dresdener Bank. Auf dem vierten Platz findet sich mit der Landesbank Baden Württemberg das erste öffentlich-rechtliche Kreditinstitut wieder.